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Deutschlands jüngstes Spitzenorchester

„Durch die Musik bin ich in meinem Leben mit vielen wertvollen Momenten belohnt worden, dabei ist nichts zufriedenstellender als die Arbeit mit talentierten jungen Menschen. Das Bundesjugendorchester vereint die vielversprechendsten musikalischen Talente“.
(Kurt Masur)




Das Orchesterplakat zeigt den Aufbau des
Bundesjugendorchesters

Das 1969 vom Deutschen Musikrat gegründete Bundesjugendorchester zählt zu den bedeutendsten Jugendorchestern weltweit. Hier können die besten jungen Nachwuchsmusiker Deutschlands unter der Leitung von Dirigentenpersönlichkeiten wie Kurt Masur, Gerd Albrecht und Dennis Russell Davies ihr Können auf nationalen und internationalen Konzerttourneen beweisen.

Die jungen Musiker zwischen 14 und 19 Jahren qualifizieren sich mit einem Probespiel vor einer fachkundigen Jury für die Mitgliedschaft im Bundesjugendorchester – ganz wie bei den Profis. Während der dreimal jährlich stattfindenden Arbeitsphasen erarbeitet das Orchester unter Anleitung erfahrener Dozenten (unter anderem der Berliner Philharmoniker) und wechselnden Dirigenten anspruchsvolle Orchesterwerke aus allen Epochen. Auf dem Programm steht nicht nur die klassische und romantische Orchestermusik. Auch zeitgenössische Werke von Komponisten wie Hans Werner Henze oder Karl Amadeus Hartmann sowie Uraufführungen unter anderem von Peter Ruzicka und Bernd Franke gehören zum festen Bestandteil der Arbeit. Die Erarbeitung anspruchsvoller Programme und die Begegnung mit gleichgesinnten jungen Talenten stellt dabei für die Jugendlichen musikalisch wie menschlich ein prägendes Erlebnis dar.


Seit 1969 eines der bedeutendsten Jugendorchester weltweit

Das Bundesjugendorchester ist im Rahmen zahlreicher zeitgeschichtlich bedeutender Projekte aufgetreten. Dazu gehören die „Thank You America!“-Tournee unter der Leitung von Kurt Masur anlässlich des 50. Jahrestages der Berliner Luftbrücke nach New York, Washington, Boston und Berlin und eine Tournee durch Polen unter dem Thema „Polen und Deutschland – gemeinsam im Herzen Europas“, dirigiert von Gerd Albrecht. Das Orchester gastierte zum „Deutschen Jahr in Japan 2005/06“ unter anderem in Hamamatsu und Tokyo, später reiste es unter der Leitung von Andris Nelsons und Gustavo Dudamel nach Venezuela. Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gastierte das Orchester im Auftrag des Auswärtigen Amtes als musikalischer Botschafter in Großbritannien sowie Mittel- und Südosteuropa. Anfang 2008 arbeitete das Orchester auf Initiative der Bayer Kulturabteilung erstmals mit John Neumeier, Theaterklassen und Tänzern des Hamburg Ballett zusammen: Gemeinsam führten die Ensembles Gustav Mahlers 4. Sinfonie und „Des Knaben Wunderhorn“ in der Choreografie John Neumeiers mit großem Erfolg unter anderem in der Hamburgischen Staatsoper auf.

Viele ehemalige Mitglieder des Bundesjugendorchesters spielen heute in Berufsorchestern oder sind bekannte Solisten geworden – ein Beleg für die herausragende Bedeutung dieser vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Daimler AG, dem Westdeutschen Rundfunk und der Deutschen Orchestervereinigung unterstützten Fördermaßnahme für überaus begabte junge Musikerpersönlichkeiten.


Patrick Lange
Patrick Lange begann seine musikalische Laufbahn im Knabenchor der Regensburger Domspatzen und studierte nach dem Abitur an den Musikhochschulen Würzburg und Zürich. 2005 wurde er in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrats aufgenommen und erhielt 2007 den Europäischen Kulturpreis in der Kategorie Förderpreis für junge Dirigenten. 2005 wurde er von Claudio Abbado zum Assistenzdirigenten des Gustav Mahler Jugendorchesters (GMJO) ernannt und assistierte ihm bei den Berliner Philharmonikern, dem Orchestra Mozart Bologna und dem Lucerne Festival Orchestra. Als Gast trat er u.a. bei den Hamburger und Bochumer Symphonikern, dem Beethoven-Orchester Bonn, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Mahler Chamber Orchestra und dem Simón Bolívar-Jugendorchester in Venezuela auf. Ab der Spielzeit 2008/09 Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Genève (OCG) und Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin, gehört Patrick Lange mit seinen 27 Jahren zu den großen Talenten der jungen Dirigentengeneration.